Ostern im Park

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Am Ostersonntag gab es eine Überraschung: statt bedeckten Himmel und Regen hatten wir warmes und sonniges Wetter. Spazierengehen in einem großen Naturpark mit See tat es richtig gut. Zu lange haben wir in Räumen verbracht. Der Winter scheint endlich vorbei und bei uns blüht Camelia im Garten.

Die Sonne bringt es an den Tag und damit werden Spinnennetze, und Staub sichtbar an jeden Ecken und Kanten. Es kommt Arbeit auf uns zu mit Frühjahres Putz.

Und eben jetzt meldeten sich britische Experten und sagten aus, dass das Gift das einen ausgetauschten Doppelagenten schwer verletzt haben soll, kein „Novitschok“ Nervengift war und sein Herkunftsland ist unbekannt.

Zusammengefasst: Novitschok soll 10mal stärker als andere gewesen sein und absolut tödlich, aber hat jedoch niemanden getötet. Ein alter, kranker, ausgetauschter Agent soll Opfer eines Anschlags aus Russland sein – klingt absurd. Ein britischer Aussenminister, der sich aufführt wie ein Kasper. Gestern hat er im Parlament Dostojevsky zitiert und über eine tote Katze geredet. Merkwürdig! Massenausweisungen von Diplomaten wegen „höchstwahrscheinlich“… Gäääähn…

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Ostern zuhause

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Der Kühlschrank ist voll wie immer zu Ostern. Bob hat jede Menge Schokolade eingekauft, obwohl ich es nicht wollte. Tradition, sagte er. Ich mag kein Lamm und doch wir haben ein Lamm Gericht geplant. Und am Karfreitag hatten wir Fisch zum Frühstück, zum Mittag und zum Abendessen. Tradition! Das alberne Eiersuche bleibt mir erspart, da es regnet und wir haben keine Verstecke im Garten.

Im Grunde kann mir Ostern egal sein, da es nie ein schönes Wetter gibt und viel zu kalt zum Spazierengehen.

Und morgen soll es wieder regnen.

 

die Sache mit dem Haken

Kult Gegenstände als Geschenk können gründlich mißverstanden werden. Bei Briten sind z.B. das Geschirr aus antik shops sind sehr beliebt. Es gibt solche Geschäfte in jeder Stadt wo man eine schöne alte Tasse kaufen kann. Doch als Geschenk z.B. an jemand aus Deutschland so eine Tasse wäre völlig ungeeignet. „Iiiii…das sind die Gebrauch Spuren zu sehen. Hast du dein altes Zeug bei mir entsorgt oder was?“

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Hierzulande ist „coffee to go“ sehr populär und dementsprechend kamen solches Geschirr in die Mode, wo man Kaffee ins Auto mitnehmen kann. Sehr praktisch und das Getränk bleibt drin und wird nicht verschüttet. Kosten ab 8,- Euro pro Stück. Manche sind viel teuer und von erstklassigen Design und sehen sehr schick aus. Und wieder mal ist dieses Gegenstands als Geschenk für jemand aus Deutschland total ungeeignet. „Sage mal, was soll ich mit diesem wegwarf Plastik machen?“
Nun, als wegwerfen Pappe ist es weder gemacht noch gedacht, doch beleidigende Kommentar bleibt nicht erspart.

Diese Tasse hat den Lippen Abdruck in seit. Nein, schenken will ich sie nicht. Ich habe diesen Abdruck beim Kauf übersehen. Hmm….

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(k)eine gutenacht geschichte

Heute werden die Uhr umgestellt. Also, die Zeit für eine gruselige Gute-Nacht-Geschichte.

In der USA werden 11 137 Menschen jedes Jahr durch Schusswaffen ums Leben kommen.

In Großbritannien 68.

An dem Tag als USA Kosovo bombardierte, gab es in amerikanischen Columbine High School Schießerei mit vielen Toten. Dort ist nebenbei eine Waffen Fabrik mit 5 000 Angestellten.

Die Medien erzählten, dass die größte Gefahr geht nicht von den Schusswaffen aus, sondern von den Rolltreppen. Die können einen Menschen förmlich zerquetschen.

Eine Amerikanerin, die ihre Kinder ertränkt hat, erzählte, dass es ein schwarzer Mann war. Und alle glaubten ihr.

USA bombardierte Irak, weil es dort eine Chemie Waffen Fabrik gab. Das war übrigens Aspirin.

Jetzt sind die Russen dran. Sie haben sowieso einen schlechten image. Also, hängen wir ihnen eine Chemie Attacke an. Und jeder glaubt.

Gute Nacht noch!

 

 

 

Gerade jetzt

Läuft im TV der Film „*interstellar*“. Ich habe wahrscheinlich nicht die stärkste Nerven für diese apokalyptische Story.  Ich war nur neugierig auf die „zweite Erde“, auf die zu finden Menschheit die Aussicht hatte. Doch bevor man diese wunderbare neue Erde zur Gesicht bekommt, muss der Zuschauer grausame Szenen über sich ergehen lassen.

Völlig geschockt von dem Anblick der riesigen Wellen auf einem fernen Planeten, hatte ich immer weniger Lust zu warten, wann diese wunderbare neue Erde entdeckt wird.

Bis jetzt das einzige gute im Film für mich war dieses Gedicht von dem sehr beliebten walisischen Dichter.

*Geh nicht gelassen in die gute Nacht. Brenne, rase, wenn das Dunkel sich legt. Dem sterbenden Licht trotze, wutentfacht. Der Weise billigt der Dunkelheit Macht, weil kein Funken je sein Wort erregt, Geh nicht gelassen in die gute Nacht.*

Einfach schön! Danke, Dylan

 

Sonnig….

 

Gartenarbeit im Park, Newport, Südwales

Unsere Laura ist jetzt fünf Monate alt geworden und sie hält uns ganz schön auf Trab. Die dunkle Wintertage sind vorbei und man kann nach Lust und Laune in Freien toben.

Während wir im Stau gestanden haben, haben wir die heftigen Diskussionen anhören müssen in BBC Radio two. Man, oh, man, es flogen buchstäblich die Fetzten. Einige Kommentatoren blieben cool nach dem Motto:“ Ach, was, das ist doch lächerlich zu behaupten, dass die Russen die ganze Insel vergiften wollten.“ Und die anderen spuckten Feuer und Flamme und wollten einen „Gegenschlag“ starten.

Ganz schön hysterisch.

Ausgerechnet vier Tage vor der Wahlen in Russland.

Die Baustelle auf der Autobahn war sehr lang und wir waren froh, die Sendung umschalten zu können.

 

 

„Beast from the East“

Nun, aus dem Osten ist die Luftströmung nicht gerade, sondern direkt von dem Nordpol. Aber, wir alle sind keine Experten und geben uns damit zufrieden, dass alles Übel aus dem Osten kommt. Wir machen uns damit alles einfacher.

Heute spinnt das Wetter vollkommen. Es schneit und schneit. Keine Chance für die schicke Winter Stiefeln, klobige Boots sind angesagt. Ich muss Schnee räumen im Garten und ruiniere damit Krokus und Osterglocken.

Muss ständig an viele Schafe denken, die auf den Hügeln in Brecon bis zum Hals im Schnee zugeschneit stehen müssen. Traurige Szenen habe ich vor einigen Jahren im TV gesehen. Farmer haben mit Händen die arme Tiere aus dem Schnee ausgraben müssen.

Und heute ist ein Feiertag. St Davids Day ist National Feiertag in Wales. Wie schade, dass der Tag ins Wasser gefallen ist. Genau gesagt: im Schnee versunken.

Wir sind an das Haus gebunden, da es wenig Sinn hat, bei diesem Wetter aus dem Haus zu gehen und den Hals zu riskieren, weil die Strassen sind glatt und die Sicht miserabel.

Der Fluch und Segen zugleich: ich spreche drei Sprachen und kann drei ausländischen Sender über Satelliten für TV empfangen.

So läuft es gerade in russischen Fernsehen die Rede an die Nation von Putin. Merkwürdige Rede über Heroismus ist gespickt mit seltsamen Videos und militärisch genauen Beschreibungen von Torpedos und Raketen mit krachenden Explosionen. Diese Berichterstattung dauert schon eine halbe Stunde. Das Publikum scheint begeistert zu sein und applaudiert eifrig. Ich bin gewiss keine Putin Kritikerin, vielleicht eher eine „Versteherin“, doch was zuviel ist einfach zuviel. Raketen, die keiner abfangen kann..sollten sie wirklich nur für die Verteidigung sein?

Der „Chef“ redet immer noch. Ich glaube, ich schau lieber „*Kill Bill“ zum dritten mal:-)) Wenigsten weiss ich, wer gewinnt;-))

 

 

 

 

a cherry picker

Jetzt kommt die Stunde der Wahrheit: nicht der drittgrößte Einzahler in der EU ist ausgefallen, sondern der zweitgrößte. Das kam wie es kommen müsste. Ich stelle fest, dass diese ständige Hetze gegen den Politiker anderer Länder wie Großbritannien ihre Wirkung nicht verfehlt hat.

Vorschläge von Cameron wurden ignoriert, die Engländer wurde ständig „Rosinen Pickerei“ beschuldigt und und und. Damit nicht genug. Auch andere europäische Politiker bekommen ihr Fett weg. Denk doch nur einmal an Ungarn oder Polen. Von Putin schon ganz zu schweigen. Er wurde demonisiert und durch Kakao gezogen wie kein anderer. Ihm wird unterstellt die militärische Besetzung von Krim.

Aha.. als ob kein Mensch dieser Erde nicht wüßte, dass russische Armee schon immer dort stazioniert war und allein deshalb wurde das große Blutvergiessen durch die eingereiste wildgewordene und schwerbewaffnete Schlägergruppen aus Kiever Maidan verhindert. Wohin wird diese Politik uns führen, möchte ich erst gar nicht erfahren, wenn statt Gespräche nur die Hetze, statt Diplomatie nur Drohungen und Sanktionen stattfinden?

Wenn du Frieden willst, bereite dich für den Krieg vor.  Was für schöne Aussichten für uns!

Grauwetter, Grippe, Graupelregen

Es gibt kein Ende der Kälte. Und jetzt dazu kam noch die Erkältung. In den Apotheken hierzulande haben wir keine passende Medikamente bekommen, jetzt habe ich welche bei A`mazon bestellen müssen.  Es ist einfach ätzend zuhause zu sitzen und sich langweilen, aber mit einem Husten geht man lieber nicht aus dem Haus. Kurze Spaziergänge mit den Hunden und schnell wieder ins Haus. Hühnersuppe und Tee mit Zitrone kann man nicht eine Woche lang zu sich nehmen.

Mal sehen, ob es am Valentinstag ein besseres Wetter gibt.

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Die beiden auf ihrer Beobachtung Posten.

Einfach unglaublich

Zuerst war ich Grippe krank und lag 2 Tage im Bett und heute habe ich einen merkwürdigen Geruch vernommen und dachte an Gas. Mehrmals habe ich in den Heizraum reingeschaut, auf den Boiler gesehen. Zunehmend nervös geworden habe ich British Gas kontaktiert in live Chat und habe damit eine Rettung Aktion ausgelöst:-))) Die Leute von British Gas haben gefragt, ob ich Symptome wie bei der Grippe habe….oh ja, die habe ich. Haben Sie diese Symptome nur im Haus oder auch außerhalb? Ja, überall, leider:-)) also, sie haben mir einen Techniker geschickt und gebeten alle Türe offen zu halten. Aber, ja, doch, die Türe stehen schon seit 2 Stunden geöffnet und es stinkt trotzdem nach Sauerkraut im Haus! Nun, Sauerkraut hat die Dame von British Gas nicht gekannt, Ich beschloss den Raum auszuräumen für den Techniker und….was sehe ich da!!!!! In der Ecke unter dem Besen! Eine RIESIGE TOTE SCHWARZE RATE!!! Natürlich stammt der Geruch davon. Ich bin entsetzt! Habe schnell angerufen bei British Gas und gebeten die Rettungs Aktion zu annullieren:-))) Aber, der Techniker ist doch erschienen. Hat geschmunzelt. Mir war nicht nach Lachen zumute. Meine Nachbarn füttern Möwen und andere Vögel und das lockt Ratten. Ich werde das Rundschreiben verschicken. Und darüber Stadtverwaltung informieren. Stelle dir das vor: ich habe heute das Essen gekocht in der Küche nicht weit von dem Heizraum! Schrecklich.
Morgen räume ich alle auf und mache eine Putz Aktion. Wer weiss, vielleicht liegt irgendwo noch eine Ratte! Eigentlich ausgeschlossen. Ich würde es mit Sicherheit riechen können.:-))

 

Wenn der Tag zu Ende geht

Der Doktor hat angerufen und mindestens 10 Minuten lang den Verlauf der fünf minütigen Operation dargelegt. Obwohl er englisch gesprochen hat, hat das gesagte akustisch sehr indisch geklungen und es war nicht leicht, seiner Ausführungen Folge zu leisten. Diplomatisch wie ich bin bat ich ihn etwas langsamer zu sprechen, da mein english is very poor ..:-) Deutsche Akzent hat seine Wirkung nicht verfehlt ;-). Er erzählte weitere zehn Minuten lang darüber wie wichtig es sei, am Abend Bob zum Auto zu begleiten und zwar von mir persönlich und von niemandem sonst!. Obwohl Bob nach der fünf minütigen OP mehrere Stunden im Krankenhaus Bett liegend verbringen musste unter ständigen Beobachtung gleich dreien Schwester, fand ich diese Fürsorge für ein wenig übertrieben. Um nicht zu sagen lächerlich. Absurd: ich fuhr mit Taxi zu der Klinik, habe Bob abgeholt, der allein im Eingang saß und anschliessend zurück nachhause gefahren. Wir blieben im Strassenverkehr mehrmals stecken und es regnete im Strömen. Nun, das ganze war eine Premiere für uns, da ein Aufenthalt im Krankenhaus hat es noch nie gegeben. Alles war irgendwie surreal und eigenartig. Ein Abendessen ist gestrichen worden, da unser Taxifahrer eine Vorliebe zu der drastischen Bremsmanöver hatte und mein Magen begann zu rebellieren…Eine Portion von Vanille Eis tat richtig gut!

ein besondere Tag

Wenn man um 5 Uhr früh frühstückte und um 10 Uhr früh sein Mittagessen gegessen hat, das ist schon ungewöhnlich. Und, wenn im Radio Wetter Warnungen wegen Schnee und Glatteis gesendet werden, aber vor dem Fenster nur Sonnenschein zu sehen ist, dann es ist wahrlich ein ganz besondere Tag. Schuld daran ist Bobs Termin um 07:30 in der Uni Klinik in Cardiff. Dieses Krankenhaus ist eigentlich eine Stadt für sich und eine der größten Ausbildung Städten Europas. Die Gebäude beeindrucken nicht mit einer modernen schicken Architektur und alles äußerliche sieht alt aus, doch man sollte das Buch nach seinem Inhalt beurteilen.  Das Personal ist freundlich und die Wartezeiten sind sehr übersichtlich. Für einen Bluttest haben wir 10 Minuten gebraucht und haben uns bereit daran gewöhnt, dass, wenn man mit dem Namen ausgerufen wird, muss man viel Fantasie anwenden, sein eigene Name wieder zu erkennen. Zum Glück gibt es dort Nummern, die man ziehen muss. Sonst kann man gespannt sein auf die ständig neue Variation. Unser Doktor heißt Kalahari. Dabei wie der „Sohn der Wüste“ sieht er gar nicht aus. Vielleicht schreibt sich der Name auch anders:-)) Jedenfalls ist er der „Boss“ und lernt andere Auszubildende an der Uni. Und wie „Boss“ sieht er auch nicht gerade aus. Er ist mittelgroß, schüchtern wirkende jüngere Mann indisches Aussehens. Auch hier gilt: beurteile das Buch nicht nach seinem Deckel.

Endlich Ruhe

Heute haben wir die letzten Einkäufe erledigt. Nichts ist schlimmer als die überfüllte Parkplätze vor dem Shopping Center. Dabei haben wir den teuersten shop besucht in der Glaube, dass es dort weniger los ist als zum Beispiel bei A*ldi. „Waitrose“ gehört zu der britischen Oberklasse Läden. Dort sollte es sogar Kaviar geben, aber diesmal haben wir nicht die Spur davon gesehen. Wir dachten zuerst an die Ente mit Rotkraut zu Weihnachten. Doch die Rotkraut gab es nicht und die Knödel sowieso nicht. So verzichteten wir auf die Ente und wählten Lamm. Raus aus dem Laden und schnellstens nachhause gestartet bevor unsere Straße vor dem Haus nicht zugeparkt wird mit allerlei Besucher. Denn die Familien bekommen am jeden Feiertag Besucher, die manchmal tagelang bleiben. Gerade mal Glück gehabt und wir konnten in aller Ruhe auspacken.

Es ist angenehme +10° und manchmal scheint die Sonne. Wir können jetzt Ausspannen vom Fernseher und ein Film ansehen, dem ich vorher gekauft habe. Etwas merkwürdiges ist passiert : bei SKY BOX Programm habe ich noch nie einen russischen Film angekündigt gesehen. Und ausgerechnet gestern als der britischer Außenminister in Moskau eingetroffen wurde, hat das Fernsehen plötzlich ein Interesse an russische Filme gezeigt. Das Thema: „the battle for Moscow“. Das hat mich schon immer interessiert, was diese Geschichte angeht.

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Tag des Zorns in Köln

So kann wahrscheinlich Silvester werden. Derselbe Platz wie 2016 trotz viel Polizei. Man, bin ich froh nicht dort leben zu müssen. England kauft sich Freiheit von der EU mit Milliarden und das ist gut so. Mit diesem Geld werden die „Schutz gebenden“ sich vor den „Schutz suchenden“ verteidigen müssen und für diese auch Unterkünfte und Versorgung bezahlen. Viel Glück dabei kann man nur wünschen. Ob das noch gut geht?

Bei uns ist heute weiße Vorweihnachten begonnen. Viel Freude kann ich nicht empfinden, da wir einen Welpen haben und ich kann den Hund nicht länger als für nur 2-3 Minuten in den Garten raus lassen.

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Zwei Tage in East Anglia

Nicht schlecht sah das Städtchen Wisbech aus. An Kanal entlang schöne gregorianische Häuser mit Sprossen Fenstern und Türmchen, die Stadtmitte sehr einladend mit vielen Cafes´s und kleinen Geschäften und wir haben gleich ein Frühstück im Cafe ausprobiert. Rührei mit Lachs hat fantastisch geschmeckt. Dazu Toast mit Butter aus Weißbrot. Mit einer Tasse Kaffee hat es insgesamt 5,- Pounds gekostet. Vergleichbar günstig. Doch die Gegend allgemein war nicht besonders interessant, da wir auch nicht viel Zeit hatten, uns die Gegend genauer anzusehen. Warum wird eine Burg angepriesen, die es gar nicht mehr gibt? In der Nähe sollte eine Burg gestanden haben, wo Maria Stuart gefangen gehalten gewesen und dort hingerichtet wurde. Fotheringhay Castle existiert nicht mehr. Nicht einmal Ruine steht da. Aber, der Platz hätte die Touristen aus aller Welt locken sollen. Nun, mich gewiss nicht. Wir haben so viel Zeit auf der Autobahnen verbringen müssen, dass wir froh waren, schnell ins Hotel zu kommen und uns dort bequem zu machen.

Im Städtchen Wisbech haben wir unsere acht Wochen alte Cairn Terrier Mädchen abgeholt. Die kleine hat eine sehr anstrengende Reise nachhause nach Wales mitgemacht, obwohl wir viele Pausen gemacht haben und eine Übernachtung gemacht an einem schönen walisischen Ort namens Goodrich. Das Hotel war überaus bequem und interessant.

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Auf der Insel alles anders

Heute bekam ich ein Brief von unseren Makler, der unseres Haus in Brecon vermarktet. Darin stand: „Heute gab es frostige Temperaturen in der Nacht und wir möchten unsere Kunden, die ihre leerstehende Immobilien zum Verkauf anbieten, darauf aufmerksam zu machen, dass Wasserrohren zufrieren können. Bitte, ab und zu die Heizung einschalten, wenigstens über Nacht.“

Überflüssig zu erwähnen, dass so etwas absurdes mir nie in Sinn kommen würde, mitten im Winter die Heizung abzuschalten.

Eine Eigenart der Briten: es wird auf Teufel komm raus an der Heizkosten gespart. Viele Häuser haben einfache Verglasung. Umso mehr verwunderlich, dass ausgerechnet in solchen schlecht isolierten Wohnungen wird viel zu wenig geheizt. Moder Geruch und Schimmel sind nicht selten. Darum sehr populär hierzulande im jeden Raum ein Luftverbesserer im Form von Stäbchen oder Kerzen in die Wohnungen zu stellen.

 

Umstellung

Ein 8 Wochen alter Hund kommt bald ins Haus und wir müssen uns vorbereiten. Alle elektrischen Kabel müssen verschwinden, eine Schlafsofas muss ins Erdgeschoß befördert werden, und ein Sofa muss entsorgt werden obwohl sie erst 3 Jahre alt ist. Zum Glück die Abholung kostete nichts. Ich werde im Wohnzimmer schlafen eine Weile bis der Welpe sich angewöhnt und imstande ist allein nachts zu bleiben.

In Cardiff gibt es jetzt Weihnachtsmärkte, wo man auch deutsche Wurst kaufen kann. Ein Aufwand in die Stadt zu fahren, im Stau zu stehen, ein Parkplatz zu bezahlen (3,50 pfund für die Stunde) und alles wegen fetten Wurst aus Schweinefleisch? Nicht so mein Ding, doch Bob vermisst solches Essen. Glühwein schmeckt ihm nicht im Wohnzimmer, es muss im Freie sein. Ich lasse ihm sein Spaß und gehe lieber zum Japaner Sushi essen:-))

Deal oder kein deal

Hollywoods star, die behauptet mit 22 Jahren naiv und unwissend zu sein, hält die Welt ebenfalls für naiv und unwissend wenn sie behauptet, dass sie nicht wusste, was auf sie zukommt wenn sie sich für eine Rolle bei mächtigen Boss bewirbt. Aha… komisch, doch wir alle haben davon gehört. Jedenfalls ein bekannter aus Münchner Filmstudio in der 80-ger hat uns darüber berichtet wie die Bewerberinnen sich regelrecht „präsentieren“ mit aufreizenden Roben und verzweifelt aufwendigen make up. Von der Verfolgung mit Telefonaten und Bitten um ein Treffen ganz zu schweigen. Es war ein deal und nichts anders. Und 30 Jahre später als die Rollen Angebote ganz ausblieben, kam die Idee sich nochmals zu verkaufen diesmal als ein Opfer. So einfach ist das.

Man kann nicht alles haben

Ausgewandert, was nun? Wir haben das milde Klima, dem wir haben wollten, wir haben die freundliche Nachbarn, unser Haus ist dort, wo wir es haben wollen, die Wiesen und Felder hierzulande sind sauber und nicht überdüngt mit dem stinkenden Kuhstall Dung wie es in unserem bayerischen Wohnort der Fall gewesen war, wir müssen rundum zufrieden sein. Bob vermisst jedoch die knusprige Brezel und Leberkäse. Und das fast Food zum Mittag ist nicht so mein Ding.

eine heile Welt

Ich versuche genau wie alle andere um uns herum an eine heile Welt zu glauben, was immer schwerer fällt. Jeden Tag zum Frühstück holen wir frische Brötchen von dem shop um die Ecke und dabei fällt mein Blick auf die Schlagzeichen in der Zeitung: „56,000 Migrants on run in Britain“ Scandal of missing crooks and illegals.

Na klasse. Tolle Nachrichten zum Frühstück. Genau die gleiche Schlagzeilen gab es in der deutschen Presse gestern. Ich zeigte die Verkäuferin auf die Zeitung Überschrift. Sie, sonst so gesprächig und gut gelaunt, winkte ab und schwieg. Ein Tabu Thema. Heute scheint die Sonne und das Wetter ist so schön. Verderben wir uns nicht den Tag mit den trüben Gedanken.

Bin nachhause gekommen und Bob erzählte beim Frühstück, dass es in der Gasa Streifen bekommen die Frauen im Durchschnitt 10 Kinder. Alle dort leben von der Spenden und sind arbeitslos. Na klar, die Religion verbietet die Verhütung.

Für heute habe ich genug schlimmes gehört.

Wer suchet..

der sollte eigentlich finden können. Ich sitze bereits seit Stunden am PC und versuche ein Hotelzimmer zu finden, wo, erstens, ein Hund toleriert wird, zweitens, im Umgebung ein Park sich befindet, und drittens, es soll bitteschön einigermaßen sauber sein.

Um das herausfinden hilft Gäste Bewertungen zu lesen. Und manchmal liest man schockierende Sachen wie diese:

„Pub cat in morning drinking the milk from a jug on table placed out for customers to use for cereals ..it kept walking on our table whilst we ate. “

Oh je, das kommt definitiv nicht in Frage für uns.

Doch, ein Hotel habe ich jedoch gefunden in der Nähe von Cambridge.

Weihnachten mal anders

Wer hätte das gedacht, dass wir so schnell auf dem Hund kommen? Natürlich wird dieses kleiner Wollknäuel nicht gerade morgen bei uns ankommen, da der Hund ist erst 12 Tage alt, doch ab Mitte Dezember könnte er bei uns einziehen als neue Familien Hund. Es ist einfach unfassbar wie schnell wir den Züchter gefunden haben und er hatte auch einen Welpen, dem wir schon immer haben wollten. Mein Mann hat schon den Namen für den Hund: Laura. Als wir darüber sprachen, ist ein Lieferwagen mit Aufschrift „L.aura A.shley“ vorbei gefahren. Wir lieben diese Designerin. Unsere kleine Hunde Dame bekommt den Namen, das ist beschlossene Sache.

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12 Tage alt